7'30, 9.SM/12 Joder und Jakob Widerhuber verkaufen an drei Altarpfründen des Stifts einen Zins ab ihren Gütern in Störshirten, 1538.11.12 (Dossier)

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Ref. code:7'30, 9.SM/12
Title:Joder und Jakob Widerhuber verkaufen an drei Altarpfründen des Stifts einen Zins ab ihren Gütern in Störshirten
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Rechtsakt-Typ:Kauf
Überlieferungsform:Original
Creation date(s):11/12/1538
Ausstellungsdatum:an Zins tag nach sanndt Martins tag
Aussteller:Kaspar Schwarzach, Richter im Gottshaus-Gericht an Stelle von Kustos und Kapitel des St.-Pelagius-Stifts
Adressat:Bartholome Jäger und Bartholome Liener, Pfleger der Allerseelen-Pfründe; Heinrich Stör des Rats und Jörg Rietmann, Spitalmeister, beide Pfleger der Walpurgis-Pfründe; Franz Rietmann und Jakob Amstain, des Rats und Pfleger der Katharinen-Pfründe
Regest:Vor Kaspar Schwarzach, der im Namen und an Stelle von Kustos und Kapitel des St.-Pelagius-Stifts im Gottshaus öffentlich zu Gericht sitzt, erscheinen die Gebrüder Joder und Jakob Widerhuber [Widerhůber] von Störshirten [Störßherten] und bekennen, dass sie von Bartholome Jäger und Bartholome Liener, des Rats zu Bischofszell und Pfleger der Allerseelen-Pfründe, 107 Pfund Pfennig, von Heinrich Stör des Rats und Jörg Rietmann, Spitalmeister, beide Pfleger der Walpurgis-Pfründe, 30 Pfund Pfennig und von Franz Rietmann und Jakob Amstain, des Rats und Pfleger der Katharinen-Pfründe, 15 Pfund Pfennig - zusammen also 152 Pfund Pfennig Konstanzer Währung - an barem Geld eingenommen haben und ihnen im Gegenzug einen ewigen und auf den Martinstag fälligen Zins von 7 Pfund und 12 Schilling Pfennig der gleichen Währung ab ihrem Hof und den nachfolgend beschriebenen Gütern verkauft haben: nämlich ab Haus, Hof, Hofstatt, Stadel und Garten in Störshirten aneinander liegend und an die folgenden Güter anstossend; ca. 14 Juchart Ackerland in der Zelge "im Grund"; ca. 14 Juchart Ackerland in der Zelge, genannt "der Bůchschach", zwischen den Birenstieler [Byrenstil] Gütern und der Strasse, an die des Schweizers und der Freihirter Güter anstossen, gelegen; ca. 14 Juchart Ackerland im Ebnet [Ebnit] am Gapf und Grünacker, zur einen Seite an Freiherten, zur andern Seite an den Weiher der Chorherren und zur dritten Seite an die Schiblenwiese [Schiblen wyß] anstossend; ca. 3 Mannmahd Wiesland, genannt die Holzwiese [Holz wyß], zwischen dem genannten Weiher und den Birenstieler Wiesen gelegen; ca. 4 Mannmahd Wiesland, genannt die "Bundtwyß", zwischen den Gütern der Birenstieler und jenen des Störshirter Guts gelegen; ca. 7 Mannmahd Baumgarten in der Ebnet, zwischen den Gütern des Heggers, dem genannten Weiher und den Freihirter Gütern gelegen; ca. 4 Juchart Holzboden, in der Bucheck [Bůchegk] "zwischen jeder stören und dem grünacker gelegen"; ca. 6 Juchart Holzboden im Herter Holz, zur einen Seite an die Wiese des Hofs, "zur andern an jeder stören" Hölzer und zur dritten Seite an der Birenstieler Hölzer anstossend; ca. 4 Juchart Holzboden genannt die Sandgrůb, zwischen den Gütern des Schweizers und den Freihirter Gütern gelegen; und ab allen Rechten, Gerechtigkeiten und Zugehörden des genannten Hofs mit Ausnahme von 4 Juchart Ackerland, "namlich zu jeder zelg aine, die dann jeder stören zůgeheren und ussgemarket sind". Ausser einer Vogtsteuer an den Vogt zu Bischofszell von zwei Viertel und einem Vierling [fierdling] Kernen, drei Viertel und drei Vierling Haber und 6 Böhmisch [behmisch] an Geld und 17 1/2 Schilling Pfennig Zins an das Mesmeramt sind diese Güter ledig und ganz zehntfrei. Die Zinsgüter werden als Unterpfand für die regelmässige Zinszahlung eingesetzt und sind mit 7 Pfund und 12 Schilling Pfennig Hauptgut ablösbar - vor dem Johannistag (24.06.) ohne und nach dem Johannistag mit Zins.
Dorsualvermerk:(zeitgleich:) Der Widerhůber zinß brief von Störßherten, von hundert und zway und fünffizig pfund pfennig houptgut und davon syben pfund und zwelf schilling pfennig zins dem Bainhuß. 1538.
(Nachtrag:) Den brief haben die Widerhůber von Störsherten als zinßlüt selbs betzallt. Actum uf den tag seines datums etc.
Sprachen:Deutsch
Beschreibstoff:Pergament
Anzahl Blätter:1
Format B x H in cm:49.0 x 33.2 + 4.0 (Plica)
Siegel und andere Beglaubigungsmittel:Wachssiegel (29 mm) an Pergamentstreifen eingehängt. Siegler: Die Aussteller mit dem Siegel ihres Herrn, des Vogts von Bischofszell Werner Kyd [Khid] von Schwyz
Kommentar des Staatsarchivs:Das Gericht wird in der Urkunde das "offen verpannen gotzhuß gericht" genannt.
Alte Signaturen:Signaturen vor 1770/71: <16> (radiert); S.M. No. 12
Pupikofersche Signatur (1848): SM 12
Chronologisches Urkundenverzeichnis (1888/96): 584
Zettelrepertorium (1937): 7'30'11
Level:Dossier
Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv:analog
Konservierung/Restaurierung:Entschimmelt; Siegel gereinigt; trockengereinigt (2020).
Digitalisat:2021
Reproduktionsbestimmungen, Copyright:Die Urheberrechte und Reproduktionsrechte liegen beim Staatsarchiv Thurgau.
 

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