7'30, 20.Su/4a Der eidg. Landvogt entscheidet in der Frage der Behausung für den Messpriester und den Prädikanten von Sulgen und befiehlt Teilung der Kirchengüter nach Inhalt des Landfriedens, 1535.04.26 (Dossier)

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Ref. code:7'30, 20.Su/4a
Title:Der eidg. Landvogt entscheidet in der Frage der Behausung für den Messpriester und den Prädikanten von Sulgen und befiehlt Teilung der Kirchengüter nach Inhalt des Landfriedens
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Rechtsakt-Typ:Urteilsspruch
Überlieferungsform:Original
Ausstellungsort:(Münsterlingen oder Frauenfeld)
Creation date(s):4/26/1535
Ausstellungsdatum:uff Menntag nach sannt Marx des hailgen ewangelisten tag
Aussteller:Christoph von Sonnenberg, eidg. Landvogt und Landrichter im Ober- und Niederthurgau
Adressat:Kollegiatstift St. Pelagii; Kirchgenossen der Pfarrei Sulgen
Regest:Vor Christoph von Sonnenberg, eidg. Landvogt und Landrichter im Ober- und Niederthurgau, der im Gotteshaus Münsterlingen seine Tagsatzung hält, behauptet Heinrich Schalt als Anwalt von Kustos und Kapitel des Stifts St. Pelagii in Bischofszell gegenüber den vollmächtigen Anwälten der Kirchgenossen zu Sulgen das vor kurzem durch Urteil bekräftigte Recht der Chorherren, den Messpriester in den Pfarrhof zu Sulgen zu setzen, und die Pflicht des Prädikanten, diesen zugunsten einer anderen, von der Gemeinde bereitgestellten Wohnung zu räumen. Bezüglich der Ausstattung des Prädikanten sind die Chorherren bereit, ihm die zustehenden Gülten zuzuweisen, nicht aber seinem Helfer. Die Anwälte der Gemeinde verweisen auf die Dürftigkeit dieser Ausstattung und verlangen, dass die Einkünfte des Prädikanten gleich gross sein sollten wie die des Messpriesters und Zinsen und Zehnten der Pfarrei laut Landfrieden zu gleichen Teilen aufgeteilt werden. Nach Klage, Antwort, Rede und Widerrede erkennt der Landvogt zu Recht, dass es bei dem zuvor gesprochenen Urteil bleiben soll. Die Parteien werden aufgefordert "sich gütlich mit ainandern zu betragen". Dem Prädikanten steht die Nutzung der Güter, die ein Pfarrer zu Sulgen gehabt hat, laut Landfrieden zu. Diese sollen zwischen beiden Konfessionen geteilt werden. Die Kirchgenossen sollen dem Prädikanten eine Behausung verschaffen [umb ain herberg wärben], doch sollen die Zinsen dafür die Chorherren übernehmen. Beide Parteien verlangen Beurkundung des Urteils.
Dorsualvermerk:Urtel des predicanten halben. Sulgen, anno 35.
Sprachen:Deutsch
Beschreibstoff:Papier
Anzahl Blätter:4
Format B x H in cm:22.5 x 32.5
Siegel und andere Beglaubigungsmittel:Aufgedrücktes Wachssiegel (ab; nur noch Wachsabdruck sichtbar). Siegler: der Aussteller mit seinem eigenen Siegel.
Kommentar des Staatsarchivs:Christoph von Sonnenberg, Luzern, war eidg. Landvogt im Thurgau 1534-1536.
Verweise:Abschrift in StATG 7'30, 60/9 S. 269-273.
Alte Signaturen:Signaturen vor 1770/71: Numeri 16 [Ziffer gestrichen]; <48 [Ziffer gestrichen]>; 4; SU No. 4
Pupikofersche Signatur (1848): Su.4a
Chronologisches Urkundenverzeichnis (1888/96): -
Zettelrepertorium (1937): 7'30'19
Level:Dossier
Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv:analog
Konservierung/Restaurierung:Risse/Fehlstellen geschlossen; trockengereinigt (2022).
 

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Number:1
 

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End of term of protection:4/26/1555
Permission required:Keine
Physical Usability:uneingeschränkt
Accessibility:Oeffentlich
 

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