| Ref. code: | Slg. 2.8.60/5, 9 |
| Title: | Frauenfeld, Rathausplatz 2: Schloss von Südwesten |
| Nebenmotive: | Verputzter Obergaden; Hohlziegel-Dacheindeckung; Stützmauer; Hinweisschild "Wirtschaft (...?) Schlossmühle" an der Schlossmühlestrassenmündung; öffentliches Abortgebäude (vorne rechts, angeschnitten; erbaut 1895, um 1910 verändert und um 1918 durch Walmdachbau ersetzt) am nordöstlichen Brückenkopf; Knaben auf der Strasse; Restaurant Keller (Restaurant Kruker, Gasthaus zum Scharfen Eck, Rheinstrasse 2, hinten links); Turm der Evangelischen Stadtkirche (Freie-Strasse 12, hinten Mitte). |
| Creation date(s): | approx. 1898 |
| Entstehungszeitraum: Bemerkungen: | Einen Treminus ante quem liefert das Restaurant Keller (Rheinstrasse 2), das 1898 den Besitzer wechselte und den neuen Namen Restaurant Kruker erhielt. Mit Absendervermerk und Poststempeln vom 24. Juli 1901. Ein dendrochronologisch in die Jahre 1230-1240 datierbarer Erstbau umfasste den aus Findlingsmauerwerk gefügten Turm, den Südtrakt, den westlichen Hofraum, den Burggraben, eine innere und eine äussere Ringmauer sowie eine Kapelle. Vor Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte der Bau eines mehrgeschossigen Nordwesttrakts, der um 1350 mit dem bestehenden Südtrakt durch einen markanten Fachwerk-Obergaden und einen mächtigen Dachstuhl zum winkelförmigen Südwesttrakt zusammengefasst wurde. Unter der Familie von Hohenlandenberg fanden im 15. Jahrhundert Erneuerungsarbeiten im Bereich der Befestigungsanlagen statt. 1534 gelangte Schloss Frauenfeld in Besitz der sieben Alten Orte, die es bis 1798 als Landvogteisitz nutzten. 1536 erhielt der Turm sein charakteristisches Krüppelwalmdach und die geriegelten Wandabschnitte; ebenso wurden ab jenem Zeitpunkt mehrere Räume mit Wandmalereien ausgestattet. Beide Stadtbrände (1771 und 1788) überstand das Schloss unbeschadet. 1798 wurde der Gebäudekomplex Nationalgut der Helvetischen Republik sowie 1803 Eigentum des Kantons Thurgau, der hier das Appellationsgericht einquartierte und die Räumlichkeiten vorübergehend (1808-1811) als provisorische Arbeits- und Zuchtanstalt nutzte. Ab 1812 bewohnte Regierungsrat Johann Conrad Freyenmuth (1775-1843) die Schlossräumlichkeiten. 1833 erhielt die Ostflanke des Turms einen Anbau zur Aufnahme des Staatskassieramts, und 1837/38 errichtete man östlich des Schlosses eine Remise (Brandassekuranz-Nr. 423) als Ersatz für die abgebrochene Schlossscheune. 1867 erwarb Oberrichter Johann Jakob Bachmann (1802-1890) aus Stettfurt das Gebäudeensemble und rettete es dadurch vor dem geplanten Abbruch. Bewohnt wurden die Räume von Bachmanns Sohn Jakob Huldreich Bachmann (1843-1915), dem späteren Bundesrichter. Dessen Tochter, Maria Elisa Bachmann (1879-1955), vermachte den Sitz nach ihrem Tod dem Kanton Thurgau, der hier - nach umfangreichen baulichen Eingriffen 1957-1961 - das Historische Museum einrichtete. |
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| Bestellmöglichkeit: | Von diesem Digitalisat kann eine hochaufgelöste Version erworben werden. Bestellungen bitte an staatsarchiv@tg.ch oder +41 58 345 16 00 richten. Die Kosten richten sich nach dem Gebührenreglement des Staatsarchivs. |
| Nachricht: | Ja. |
| Autor(en): | Gebrüder Metz, Kunstverlagsanstalt, Reichensteinerstrasse 18, Basel. |
| Technik: | Schwarzweiss-Fotografie, druckgrafisch bearbeitet. |
| Kommentar des Staatsarchivs: | Bildbegleitende Drucktexte oben rechts und am Fuss der Darstellung: "Gruss aus Frauenfeld" bzw. "Schloss und Kirche."
Nr. 14588. |
| Level: | Dokument |
| Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv: | analog |
| Reproduktionsbestimmungen, Copyright: | Die Urheberrechte und Reproduktionsrechte sind durch die Benutzenden abzuklären. |
| Quickaccess: | Quickaccess03 |
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Usage |
| End of term of protection: | 12/31/1918 |
| Permission required: | Keine |
| Physical Usability: | uneingeschränkt |
| Accessibility: | Oeffentlich |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=949061 |
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