| Ref. code: | Slg. 2.8.66/5, 35 |
| Title: | Gottlieben, Am Schlosspark 6: Schloss Gottlieben von Westen mit Figurenstaffage (historische Darstellung) |
| Nebenmotive: | Brunnen mit Rechtecktrog und Balustersäule mit Kugelkrone; Hotel Drachenburg (Oberes Steinhaus, Am Dorfplatz 7; vorne links, angeschnitten); Hotel Rheineck (Am Schlosspark, Brandassekuranz-Nr. 3, Mitte links). |
| Creation date(s): | between approx. 1930 and approx. 1940 |
| Entstehungszeitraum: Bemerkungen: | Die zeichnerische und die Stahlstichvorlage dürften kurz vor dem prägenden Schlossumbau der Jahre 1837/38 entstanden sein. Der Baukomplex mit Doppelturmanlage wurde 1251 durch Bischof Eberhard II. von Waldburg errichtet und nach einem Brand im Oktober 1348, dem vermutlich ein Grossteil der Bausubstanz zum Opfer fiel, wieder aufgebaut. Im 15. Jahrhundert diente das Gebäude als Gefängnis für fehlbare Kleriker, darunter 1415 Jan Hus (1370-1415) und Papst Johannes XXIII. (1370-1419) sowie 1454 der Zürcher Chorherr Felix Hemmerli (1388/89- um 1460). Noch vor 1500 erhielt der Sitz seine bis ins 19. Jahrhundert hinein beibehaltene Gestalt: 1434-1436 dürfte der Ostflügel weitgehend neu errichtet worden sein, und zwischen 1474 und 1491 unterzog man den Nordtrakt einem grösseren Umbau. Im Zusammenhang mit der Schlacht bei Schwaderloh (1499) blieb Schloss Gottlieben unversehrt. Spätestens im 17. Jahrhundert erfolgte der Abbruch der Hurdengalerie zwischen den beiden Türmen. Eine grössere Innenrenovation fand 1787/88 statt. Mit dem Zusammenbruch der alten Ordnung 1798 verlor der Bischof seine Herrschaftsrechte in Gottlieben. 1803 erwarb der in Wien tätige Kaufmann Johann Konrad Hippenmeyer (1752-1832) das Schloss. Nach dessen Tod nutzte Jérôme Bonaparte (1784-1860) das Anwesen als Sommerresidenz, und 1837 wurde es von Hortense de Beauharnais (1783-1837) übernommen und mutmasslich nach eigenen Plänen umgebaut. Bei diesem Eingriff ersetzte man die grossvolumige Dachkonstruktion durch ein Flachdach (Ostflügel) bzw. ein flaches Walmdach (Nordtrakt) mit Zinnenkränzen; gleichzeitig erhielten die Fassaden ein neugotisches Gepräge und die Seerheinfront eine Freitreppe mit darüberliegendem Balkon. 1842 gelangte der Sitz an Graf Joseph von Beroldingen (1780-1868), der u. a. 1849 im Ostturm eine Schlosskapelle einrichtete. Unter Maximilian (1845-1914) und Ilma von Fabrice (1842-1914), Eigentümer ab 1879, entstand an der Seerheinfront die heutige (2020) Veranda mit Spitzbogenarkaden. Nach weiteren Handwechseln 1917, 1926 und 1932 erwarben die Opernsängerin Lisa Della Casa (1919-2012) und ihr zweiter Ehemann, Dragan Debeljevic (1921-2014), 1950 das Ensemble. Seit deren Tod bewohnt Tochter Vesna Debeljevic (geb. 1951) das Schloss. |
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| Nachricht: | Nein. |
| Autor(en): | Zeichnerische Vorlage: Müller Gustav Adolf. Stichvorlage: Winkles Henry (um 1801- um 1860), Zeichner, Drucker und Stahlstecher, England. |
| Technik: | Schwarzweiss-Fotografie nach einem auf einer Zeichnung basierenden Stahlstich. |
| Level: | Dokument |
| Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv: | analog |
| Quickaccess: | Quickaccess03 |
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Usage |
| Permission required: | Keine |
| Physical Usability: | uneingeschränkt |
| Accessibility: | Oeffentlich |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1193189 |
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