Slg. 2.6.2/268 Weinfelden, Schloss, Brandassekuranz-Nr. 795: Schloss von Osten, 1904 (Dossier)

Archive plan context


Ref. code:Slg. 2.6.2/268
Title:Weinfelden, Schloss, Brandassekuranz-Nr. 795: Schloss von Osten
Nebenmotive:Schnee; Rebstöcke; Bäume.
Creation date(s):1904
Entstehungszeitraum: Bemerkungen:Datierung gemäss bildseitig eingedrucktem Jahreszahlkürzel ("04") oben links. Das Blatt diente als Neujahrskarte 1905 der Weinhandlung August Rutishauser und Cie. in Scherzingen.
Die Anfänge des nördlich über Weinfelden thronenden Schlosses reichen bis ins Hochmittelalter zurück. Das 1180 erwähnte "castrum" war als Stütze kyburgischer, später habsburgischer Vogteirechte den Rittern von Weinfelden verliehen. Eine Mitte des 13. Jahrhunderts fassbare Kernburg wurde unter den Muntprat hauptsächlich im 2. Viertel des 16. Jahrhunderts zum Schloss ausgebaut. Damals liess man den Zwinger und die Ringmauer mit Rundtürmen sowie die Schlosskapelle und den Torbau errichten und stockte den Palas auf. 1614-1798 diente das Ensemble als Vogteisitz der Zürcher Herrschaft, danach zerfielen die Gebäude zusehends und wechselten in rascher Folge den Besitzer. Beim Verkauf 1846 schliesslich deklarierte man das Anwesen als Ruine. Ab 1860 begann der Weinfelder Sattler Elias Keller (1820-1894) mit der Wiederherrichtung des Baukomplexes und seiner Nutzung als Gaststätte. Nach zwei weiteren Handwechseln 1870 und 1882 gelangte Schloss Weinfelden in die Hände von Kavallerie-Oberstleutnant Hans Jakob Wegmann-Neher (1892-1901), gefolgt von Webereifabrikant Adolf Gustav Habisreutinger (1901-1912), Kantonsrat und Hüttwiler Sonnenwirt Emil Wüger (1912/13), Robert Breidenbach (1913-1919), der eine Nervenheilanstalt einrichtete, Franz Anton Niermann (1919-1921), Notar Jakob Isler (1921/22), der Aktiengesellschaft Alters- und Erholungsheim Schloss Weinfelden (1922-1924), alt Zahnarzt Sebastian Gersbach (1924-1927), der das Heim als "Pension Schloss Weinfelden" weiterführte, Olga Bürchler (1927-1930), die den Kurhausbetrieb samt erfolgreicher Gaststätte bewirtschaftete, Unternehmer und Schriftsteller Wilhelm Alfred Imperatori (1930/31), unter dem das Schloss wesentlich umgestaltet wurde, Tabakfarmer Bernhard Simon-Fehr (1931-1960) sowie Ingenieur und Erfinder Eugen Wilbushewich (1960-1971). Nach dessen Tod erwarb der finanzkräftige deutsche Bankier Baron August von Finck (1898-1980) die Anlage, die 1972-1974 einer umfassenden Restaurierung und einer Teilrekonstruktion im Sinne des 18. Jahrhunderts unterzogen wurde. Hierbei entfernte man sämtliche nach 1860 erstellten Bauzutaten, stockte den Palas um zwei Stockwerke auf seine ursprüngliche Höhe auf und versah ihn mit einem Walmdach, während der Turm anstelle des kurz vor 1873 angebrachten Zinnenkranzes seinen Spitzhelm zurückerhielt. 1980 ging der Baukomplex an Baron August von Fincks gleichnamigen Sohn (1930-2021) über.
Autor(en):Zeichnung und Lithografie: Barth Theodor (1875-1949), Maler, Grafiker, Zeichner und Illustrator, München.
Druck: J. E. Wolfensberger, Grafische Anstalt (gegründet 1902 von Wolfensberger Johann Edwin, 1873-1944), Bederstrasse, Zürich.
Herausgeber: A. Rutishauser und Cie., Weinhandlung, Dorfstrasse 38/40, Scherzingen.
Technik:Tonlithografie auf Papier.
Format B x H in cm:11.5 x 16.5 (Blattgrösse)
Kommentar des Staatsarchivs:Verso eingedruckter Text über Schloss Weinfelden in deutscher Sprache.

Blatt Nr. 22 zum Einkleben ins Mono-Album.
Level:Dossier
Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv:analog
 

Containers

Number:1
 

Usage

End of term of protection:12/31/1924
Permission required:Keine
Physical Usability:uneingeschränkt
Accessibility:Oeffentlich
 

URL for this unit of description

URL: https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1699829
 

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