Slg. 2.6.2/142, 3 Salenstein, Arenenberg, Brandassekuranz-Nr. 147: Schloss Arenenberg von Südwesten (Reproduktion), 1980 (Dokument)

Archive plan context


Ref. code:Slg. 2.6.2/142, 3
Title:Salenstein, Arenenberg, Brandassekuranz-Nr. 147: Schloss Arenenberg von Südwesten (Reproduktion)
Nebenmotive:Mann mit Frack und Zylinder sowie vier elegant gekleidete Frauen mit Hüten, Schirmen bzw. Tasche im Freien; zwei Männer auf dem Weg; Pferde auf der Weide; Rebstöcke; Bäume; Segelschiff auf dem Untersee; Insel Reichenau.
Creation date(s):1980
Entstehungszeitraum: Bemerkungen:1980 angefertigte Reproduktion einer um 1830 entstandenen Aquatinta.
Schloss Arenenberg (früher: Narrenberg) wurde 1543 für den Konstanzer Leinwandhändler und nachmaligen Bürgermeister Sebastian Gaisberg als Landsitz errichtet und unter Junker Hans Konrad von Schwarzach 1585 zum Freisitz erhoben. Nach verschiedenen Handwechseln im 17. und 18. Jahrhundert erwarb Hortense de Beauharnais (1783-1837), die Stieftochter von Napoléon Bonaparte (1769-1821) und Mutter des späteren Kaisers Napoléon III. (1808-1873), im Februar 1817 das Anwesen und liess es nach dem Vorbild von Malmaison und St-Cloud zur heutigen (2020) Gestalt umbauen; gleichzeitig entstand die Dependance (Arenenberg 1) südöstlich des Schlosses. Ab 1822 waren Hortense und ab 1825 auch ihr Sohn fest auf Arenenberg domiziliert; letzterer erhielt 1832 das Schweizer Bürgerrecht. 1831/32 wurde die neugotische Kapelle (Arenenberg, Brandassekuranz-Nr. 149) nordöstlich des Hauptgebäudes errichtet. Nach Hortenses Tod musste ihr Sohn das Schloss 1843 verkaufen, erwarb es aber 1855 wieder zurück mit der Absicht, erneut nach Arenenberg zu ziehen, wozu man dem Südanbau 1872-1874 eigens ein zweites Stockwerk mit Terrasse und abgesetztem Mansarddach aufsetzte. Nach dem Tod des Kaisers nutzte seine Witwe, Kaiserin Eugénie (1826-1920), Arenenberg bis 1878 als Sommersitz; anschliessend besorgte der langjährige Verwalter Isaak Walser (1852-1924) den Gebäudeunterhalt. Im Sommer 1906 schenkte die Kaiserin den Gebäudekomplex dem Kanton Thurgau, der in der Folge das Hauptgebäude zum Napoleonmuseum und die Dependance samt Nebengebäuden zum Sitz der Landwirtschaftlichen Schule umnutzte. 1925 entfernte man das Mansarddach über dem zweigeschossigen Südanbau des Schlosses und erneuerte den ostseitigen Eingangsvorbau. Renovationen fanden 1964-1967 (aussen) und ab 1994 (innen) statt.
Autor(en):Zeichnung: Arter Paul Julius (1797-1839), Zeichner, Maler und Kupferstecher, Zürich.
Ätzung: Kull Hans Jakob (1796-1846), Zeichner, Lithograf und Kupferstecher, Zürich.
Technik:Vierfarbreproduktion einer kolorierten Aquatinta auf Papier.
Format B x H in cm:27 x 22.5 (Blattgrösse)
Kommentar des Staatsarchivs:Monat März.

Bildbegleitender Drucktext am Fuss der Darstellung: "Le chateau d'Arenaberg L'Ile de Reichenau depuis le Château d'Arenaberg au bord du lac de Constance".

Vgl. Müller, Ernst (Hrsg.): Der Thurgau in alten Ansichten. Druckgraphiken von 1500 bis um 1880, Frauenfeld 1992, S. 57, Nr. 64.

Bildvorlage in Privatbesitz (um 1980).
Level:Dokument
Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv:analog
 

Usage

End of term of protection:12/31/2000
Permission required:Keine
Physical Usability:uneingeschränkt
Accessibility:Oeffentlich
 

URL for this unit of description

URL: https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1603411
 

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