Slg. 2.6.2/142, 0 Frauenfeld, Rathausplatz 2: Schloss von Südosten (Reproduktion), 1980 (Dokument)

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Ref. code:Slg. 2.6.2/142, 0
Title:Frauenfeld, Rathausplatz 2: Schloss von Südosten (Reproduktion)
Nebenmotive:Fischer mit Angel am Murgufer; zwei Klosterbrüder auf der Strasse; Schlossbrücke; Bäume.
Creation date(s):1980
Entstehungszeitraum: Bemerkungen:1980 angefertigte Reproduktion eines 1787 entstandenen Aquarells von Nikolaus Gatschet.
Ein dendrochronologisch in die Jahre 1230-1240 datierbarer Erstbau umfasste den aus Findlingsmauerwerk gefügten Turm, den Südtrakt, den westlichen Hofraum, den Burggraben, eine innere und eine äussere Ringmauer sowie eine Kapelle. Vor Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte der Bau eines mehrgeschossigen Nordwesttrakts, der um 1350 mit dem bestehenden Südtrakt durch einen markanten Fachwerk-Obergaden und einen mächtigen Dachstuhl zum winkelförmigen Südwesttrakt zusammengefasst wurde. Unter der Familie von Hohenlandenberg fanden im 15. Jahrhundert Erneuerungsarbeiten im Bereich der Befestigungsanlagen statt. 1534 gelangte Schloss Frauenfeld in Besitz der sieben Alten Orte, die es bis 1798 als Landvogteisitz nutzten. 1536 erhielt der Turm sein charakteristisches Krüppelwalmdach und die geriegelten Wandabschnitte; ebenso wurden ab jenem Zeitpunkt mehrere Räume mit Wandmalereien ausgestattet. Beide Stadtbrände (1771 und 1788) überstand das Schloss unbeschadet. 1798 wurde der Gebäudekomplex Nationalgut der Helvetischen Republik sowie 1803 Eigentum des Kantons Thurgau, der hier das Appellationsgericht einquartierte und die Räumlichkeiten vorübergehend (1808-1811) als provisorische Arbeits- und Zuchtanstalt nutzte. Ab 1812 bewohnte Regierungsrat Johann Conrad Freyenmuth (1775-1843) die Schlossräumlichkeiten. 1833 erhielt die Ostflanke des Turms einen Anbau zur Aufnahme des Staatskassieramts, und 1837/38 errichtete man östlich des Schlosses eine Remise (Brandassekuranz-Nr. 423) als Ersatz für die abgebrochene Schlossscheune. 1867 erwarb Oberrichter Johann Jakob Bachmann (1802-1890) aus Stettfurt das Gebäudeensemble und rettete es dadurch vor dem geplanten Abbruch. Bewohnt wurden die Räume von Bachmanns Sohn Jakob Huldreich Bachmann (1843-1915), dem späteren Bundesrichter. Dessen Tochter, Maria Elisa Bachmann (1879-1955), vermachte den Sitz nach ihrem Tod dem Kanton Thurgau, der hier - nach umfangreichen baulichen Eingriffen 1957-1961 - das Historische Museum einrichtete (Einweihung: 4. September 1960).
Autor(en):Aquarell: Gatschet Nikolaus (1736-1817), Landvogt und thurgauischer Landammann sowie Maler und Radierer.
Technik:Vierfarbreproduktion eines Aquarells auf Papier.
Format B x H in cm:27 x 22.5 (Blattgrösse)
Kommentar des Staatsarchivs:Bildbegleitender Drucktext am Fuss der Darstellung: "Le chateau de Frauenfeld Résidence du Baillif de la Thourgovie".

Bildvorlage in Privatbesitz: Arnold Hess, Kunsthandlung, Kirchgasse 7, Frauenfeld (um 1980).
Level:Dokument
Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv:analog
 

Usage

End of term of protection:12/31/2000
Permission required:Keine
Physical Usability:uneingeschränkt
Accessibility:Oeffentlich
 

URL for this unit of description

URL: https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1602949
 

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