| Ref. code: | Slg. 2.6.2/113, 21 |
| Title: | Hüttwilen, Steinegg, Brandassekuranz-Nr. 136: Schloss Steinegg von Südosten |
| Nebenmotive: | Mann mit Hut und Stock auf dem Weg; Bäume. |
| Creation date(s): | between 1840 and 1844 |
| Entstehungszeitraum: Bemerkungen: | Die erstmals 1357 urkundlich erwähnte, jedoch vermutlich schon früher bestehende Burg Steinegg brannte um 1517-1520 nieder und verkam in den folgenden Jahrzehnten zur Ruine. Unter dem Steiner Abt Martin Geiger (1555-1583), der Steinegg 1574 kaufte und 1580/81 auch hier domiziliert war, wurde die Anlage wieder instand gestellt. Der heutige (2023) Gebäudekomplex geht jedoch in seinen Grundzügen auf die Bautätigkeiten von 1624-1626 zurück. Damals - Steinegg gehörte inzwischen zur Zürcher Obervogtei Stammheim-Nussbaumen - entstanden unter Obervogt Ulrich Schweitzer der stumpfwinklig an den bestehenden Südwestflügel angefügte Nordostflügel, ein leicht in südöstlicher Richtung abgesetzter Rundturm (Rondelle) und zwei neue Tore; gleichzeitig verschwanden Teile der Ringmauer. Weitere bauliche Veränderungen fanden in den Jahren 1700/01, 1705 und 1793/94 statt. Nach Aufhebung der Vogtei 1798/99 übernahm der Zürcher Junker Georg von Escher 1805 das Schloss einschliesslich verschiedener Nebengebäude. Auf ihn folgte der Berner Aristokrat Bernhard von Zeerleder, der 1819-1821 sowie zwischen 1840 und 1864 teils grössere Umbauten vornahm. 1867 erwarb der Zürcher Alfred Ziegler, Sohn von Sonderbundsoberst Eduard Ziegler (1800-1882) und Schwager des Dichters Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), das Anwesen. 1886/87 beauftragte er den Schaffhauser Architekten Christian Friedrich Hahn (1843-1925) mit einem umfassenden Umbau, welcher den Schlossfassaden und -giebeln ihr heutiges, repräsentatives Gepräge im Stil der Neurenaissance verlieh. Im gleichen Zug erweiterte man den Nordstflügel um einen eingeschossigen Nordtrakt (vor 1930 aufgestockt) und die Südecke des Südwestflügels um einen markanten Polygonalturm mit Zwiebelhaube. Ferner wurde die Rondelle um ein Stockwerk erhöht sowie mit Fenstern und Kegeldach ausgestattet. Nach der Übernahme der Anlage durch den Zürcher Arzt Paul Maag im Jahr 1901 diente Schloss Steinegg als Naturheilklinik für chronisch Kranke, ab 1923 als "Kuranstalt für naturgemässe Heilmethoden" und zwischen 1971 und 2003 als ambitioniertes Kurhotel für Fasten- und Vitalkuren. Seit 2006 in britischem Privatbesitz. |
| Autor(en): | Zeichnung, Lithografie und Verlag: Wagner Johann Friedrich (1801- nach 1850), Lithograf und Zeichner, Bern. |
| Technik: | Getönte Federlithografie auf Papier. |
| Format B x H in cm: | 24.6 x 17.5 (Blattgrösse) |
| Kommentar des Staatsarchivs: | Bildbegleitende Drucktexte am Kopf und am Fuss der Darstellung: "Thurgau." bzw. "Steinegg."
Nr. 22.
Aus: Wagner, Johann Friedrich: Ansichten von Burgen, Schlössern und Ruinen der Schweiz, Bern 1840 (erste Ausgabe) bzw. 1844 (zweite Ausgabe).
Müller, Ernst (Hrsg.): Der Thurgau in alten Ansichten. Druckgraphiken von 1500 bis um 1880, Frauenfeld 1992, S. 304f., Nr. 752. |
| Level: | Dokument |
| Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv: | analog |
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Usage |
| End of term of protection: | 12/31/1863 |
| Permission required: | Keine |
| Physical Usability: | uneingeschränkt |
| Accessibility: | Oeffentlich |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1600499 |
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