| Ref. code: | Slg. 2.6.2/100 |
| Title: | Tobel-Tägerschen: Teilansicht von Nordwesten mit Johanniterkomturei, Katholischer Kirche St. Johannes und Wohnhäusern |
| Nebenmotive: | Zwei Männer mit zwei Ochsen auf dem Feld; Bäume; Wald. |
| Creation date(s): | approx. 1715 |
| Entstehungszeitraum: Bemerkungen: | Die ehemalige Johanniterkomturei dürfte auf eine 1226 getätigte Stiftung der Grafen von Toggenburg und auf eine Schlichtungsurkunde von 1228 zurückgehen. Die Stiftung war vermutlich das Ergebnis von Auseinandersetzungen um bestrittene Güter, die den Johannitern vermacht wurden, um sie dem Einfluss von Konkurrenten zu entziehen. Die ursprünglich beim Ritterhaus "im Thal" gelegene Kirche wurde 1706 abgebrochen und bis 1707 an heutiger (2023) Stelle neben dem alten Wohn- und späteren Glockenturm neu errichtet. 1692 stürzte das Ritterhaus ein; ein Neubau wurde 1744-1747 durch Johann Caspar Bagnato (1696-1757) bewerkstelligt. Nach Aufhebung der Komturei (1809) diente die Anlage zwischen 1811 und 1972 als kantonale Strafanstalt für Männer und Frauen. Zwischen 1978 und 1984 brach man den Südwest-, den Südostflügel und den Frauentrakt von 1882 ab und führte die verbliebenen Liegenschaften neuen Nutzungskonzepten zu. Nach der Übernahme der Anlage 2006 durch die neu gegründete Stiftung Komturei Tobel wurden 2007 die grosse, nach einem Brand am 3. Februar 1970 zerstörte und in der Folge wiederaufgebaute Pferdestallung (Komturei 11) sowie die Remise bzw. Garage (Komturei, Brandassekuranz-Nr. 350) im vorderen bzw. Nordwesthof abgebrochen und im Verlauf der Jahre zahlreiche Anlässe verschiedener kultureller Ausrichtungen durchgeführt. Vom alten Gebäudeensemble sind neben der Kirche bis heute (2022) erhalten: Der Nordwestflügel (Komtureigebäude bzw. Verwaltungsgebäude, Komturei 12), der Nordostflügel (Getreidespeicher bzw. Gefängnistrakt, Komturei 15) und die dreiteilige Pförtnerei (Komturei 4, Komturei 6 und Komturei 8). |
| Autor(en): | Zeichnung: Füssli Johann Melchior (1677-1736), Zeichner, Stecher und Buchillustrator, Zürich. Ätzung: Wolff Jeremias (1663-1724), Kupferstecher und Verleger, Augsburg. |
| Technik: | Radierung auf Papier mit Wasserzeichen. |
| Format B x H in cm: | 34 x 21.2 (Blattgrösse) |
| Kommentar des Staatsarchivs: | Bildbegleitender Drucktext am Fuss der Darstellung: "Die Comenthur Tobel, a. dass Schloss ist zuständig den Herrn Ritteren, Iohanniter Ordens in Nürenberg: hat einen Weltlichen Schaffner oder ein Zieher. b. die Kirch. c. der Gloggen-Thurn. d. das Dorff. e. die Hochwacht. f. Weeg auf das Fürstliche St. Gallische Stättlein Wyl. g. Weeg nach Lommis und Elgg."
Mit Privilegvermerk unten links: "Cum Pr. S. C. Maj.".
Aus: Füssli, Johann Melchior: Verschiedene schöne Prospecte des Schweitzer Landes, Augsburg o. J. (um 1715).
Müller, Ernst (Hrsg.): Der Thurgau in alten Ansichten. Druckgraphiken von 1500 bis um 1880, Frauenfeld 1992, S. 311, Nr. 770. |
| Level: | Dossier |
| Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv: | analog |
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Containers |
| Number: | 1 |
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Usage |
| End of term of protection: | 12/31/1735 |
| Permission required: | Keine |
| Physical Usability: | uneingeschränkt |
| Accessibility: | Oeffentlich |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1599525 |
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