| Ref. code: | Slg. 2.6.2/83 |
| Title: | Tägerwilen: Castellstrasse, Brandassekuranz-Nr. 518: Schloss Castell und Ruine der Burg Kastel von Nordosten |
| Nebenmotive: | Rebberg; Bäume; Wappen der Schenken von Castell. |
| Creation date(s): | 1754 |
| Entstehungszeitraum: Bemerkungen: | Schloss Castell ging aus einem Gebäude von 1582 hervor, das Junker Hans Konrad Vogt von Wartenfels anstelle eines Bauernhauses hatte errichten lassen. Ab 1614 besass der Konstanzer Jurist August Mayer, ab 1635 Junker Beat Jakob Segesser von Brunegg und ab den 1660er-Jahren Junker Tobias Zollikofer (1627-1716) das Anwesen, das bis 1725 unter Daniel Hermann Zollikofer (1664-1741) zumindest weitgehend neu errichtet wurde. Nach seinem Tod übernahm zunächst Sohn Johann Dietrich Zollikofer (1717-1794), später dessen Bruder Daniel Zollikofer (1715-1799) das Schloss. 1794 erwarb die St. Galler Patrizierfamilie von Scherer den Gebäudekomplex, nahm 1796/97 verschiedene Umgestaltungen und Erweiterungen vor, liess in den 1830er-Jahren die Parkanlage ausbauen und veranlasste 1839 den Neubau des Ökonomietraktes mit Reitbahn und Pferdeställen (Brandassekuranz-Nr. 519) südlich des Hauptgebäudes. Unter dem letzten Spross der Familie, Max von Scherer (1848-1901), wurde Schloss Castell 1878-1894 in Zusammenarbeit mit dem befreundeten Stuttgarter Architekten Emil Otto Tafel (1836-1914) zur asymmetrischen, luxuriösen Anlage mit zwei Türmen umgebaut und u. a. mit (später teilweise zerstörten) Wandmalereien in der Loggia (1892-1894), einem Prunksaal im maurischen Stil (um 1892) und der "Scheffelstube" (um 1893) mit gemalten Szenen aus dem Historienroman "Ekkehard" ausgestattet. Nach Max von Scherers Tod gelangte der Gebäudekomplex als Erbschaft an Walther von Stokar (1878-1938) in Zürich und später an Software-Unternehmer Daniel von Stokar (geb. 1961). Seit 1945 sind die Gebäude nicht mehr durchgehend bewohnt. 2009-2013 fand eine Restaurierung des Maurischen Saals statt. Die östlich des Schlosses gelegene, als Ruine überlieferte Burg Kastel wurde möglicherweise schon im 11. Jahrhundert, vielleicht aber auch erst 1111-1127 unter dem Konstanzer Bischof Ulrich I. errichtet und im Schwabenkrieg 1499 endgültig zerstört. |
| Autor(en): | Zeichnung (?) und Stich/Ätzung: Herrliberger David (1697-1777), Kupferstecher und Verleger, Zürich. |
| Technik: | Kupferradierung auf Papier mit Wasserzeichen (Wappen). |
| Format B x H in cm: | 15.9 x 12.5 (Blattgrösse) |
| Kommentar des Staatsarchivs: | Bildbegleitende Drucktexte am Fuss der Darstellung: "Obercastel. Schloss im Thurgaüw." bzw. "Obercastel. Château dans la Thurgovie."
Nr. 20.
Aus: Herrliberger, David: Neue und vollständige Topographie der Eydgnoszschaft, 1. Teil, 2. Lieferung, Zürich 1754.
Müller, Ernst (Hrsg.): Der Thurgau in alten Ansichten. Druckgraphiken von 1500 bis um 1880, Frauenfeld 1992, S. 87f., Nr. 149. |
| Level: | Dossier |
| Ausprägung bei Ablieferung ans Staatsarchiv: | analog |
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Containers |
| Number: | 1 |
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Usage |
| End of term of protection: | 12/31/1774 |
| Permission required: | Keine |
| Physical Usability: | uneingeschränkt |
| Accessibility: | Oeffentlich |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://query-staatsarchiv.tg.ch/detail.aspx?ID=1598658 |
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